„Corona, Gesundheitswesen und Herrschaftsverhältnisse“

„Gesundheit und Gesundheitsvorsorge, Krankheitsbekämpfung oder Seuchenbekämpfung darf prinzipiell nicht etwas sein, was sich an Profitmargen orientiert, sondern muss sich an Notwendigkeiten der Versorgung orientieren. An nichts anderem,“ sagt der Wiesbadener Arzt und Notfallmediziner Michael Wilk. Ein Interview von Medienkollektiv Frankfurt https://youtu.be/9_FCku4fM_w

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Im März 2022 haben wir Michael Wilk getroffen und mit ihm über weltweite Gesundheitsfürsorge, Privatisierung des Gesundheitswesens und Handlungsoptionen im Kampf für mehr Gerechtigkeit gesprochen. Die kapitalorientierte Verteilung von Impfstoffen und die Blockierung der Freigabe von Patenten seien dabei nur ein Teil des Problems. Grundsätzlich sei es notwendig, Macht- und Herrschaftsverhältnisse im weltweiten Gesundheitssektor kritisch zu hinterfragen. Mit Blick auf die desolaten Zustände in behelfsmäßig errichteten Coronakliniken in Rojava, in denen er als Notfallmediziner hilflos Menschen beim Sterben zusehen musste, erscheint ihm die von Schwurbler_innen befeuerte Diskussion rund um das Impfen als Luxusproblem. Doch was braucht es für einen Wandel? Zunächst einmal sei es notwendig, sich nicht auf dem verhältnismäßig hochwertigen Gesundheitssystem Deutschlands auszuruhen. Eine stärkere gewerkschaftliche und gesellschaftliche Organisation, mehr Personal und bessere Bezahlung sieht Wilk als Schlüssel.

Gesundheitsversorgung und Selbstverwaltung.

„Die Bombardierung von Menschen und Einrichtungen im Nordosten Syriens durch die Türkei stellt derzeit die größte menschliche und gesundheitliche Belastung für die Bevölkerung in Rojava dar, erklärt der Wiesbadener Arzt Michael Wilk.

In der vergangenen Woche haben Menschen in aller Welt zehn Jahre Autonomie und Hoffnung in Nord- und Ostsyrien gefeiert, aber es waren auch zehn Jahre intensiven Drucks von allen Seiten und heftiger militärischer Verteidigung. Die AANES (Autonome Administration von Nord- und Ostsyrien) musste ihre Strukturen und Institutionen in einer Situation des unerbittlichen Kampfes aufbauen. In einem auf dem Onlineportal Medya News erschienenen Interview von Sarah Glynn erläutert der Arzt Dr. Michael Wilk, was dies für die Entwicklung und die Praxis der Gesundheitsversorgung bedeutet.

Michael Wilk ist politischer Aktivist und Schriftsteller sowie praktizierender Arzt in Deutschland und hat seine medizinischen Fähigkeiten eingesetzt, um Menschen dort zu unterstützen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Seit 2014 hat er in Nordsyrien die Kampfgebiete und die Lager für Binnenvertriebene besucht und eng mit Hevya Sor a Kurd, dem kurdischen Roten Halbmond, zusammengearbeitet.“

Redebeitrag Ostermarsch 2022.

Gegen Krieg, gegen Autokraten und Imperien! Krieg als Herrschaftsinstrument weltweit ächten!

Die russische Armee führt auf Befehl Putins einen mörderischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die militärische Aggression fordert Tote und Verletzte, zerstört Städte, riskiert atomare Verseuchung durch Angriffe auf AKWs und bringt die Welt an den Rand eines Atomkriegs.

Unsere Solidarität gilt den bedrohten Menschen, den Fliehenden als auch denen, die sich dem Krieg in Russland entgegenstellen oder in der Ukraine Widerstand leisten.

So notwendig Widerstand gegen imperiale militärische Gewalt ist und so sehr wir den aktuellen Druck gegen die russische Regierung, Oligarchen und Banken begrüßen, so sehr lehnen wir jedoch Kriegsrhetorik ab, die nationalistische und autoritäre Töne trägt und die nächsten Kriege schon vorbereitet… Rede und Video über Link: https://aku-wiesbaden.info/redebeitraege-auf-dem-ostermarsch-2022-in-mainz-wiesbaden/

„Erfahrung Rojava“ Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nordostsyrien

Michael Wilk (Hrsg.)
„Erfahrung Rojava“
Berichte aus der Solidaritätsarbeit in Nord-Ostsyrien
Mit Beiträgen von Michael Wilk, Nujin, Torsten Lengfeld, Elke Dangeleit, Peng, Beriwan Al-Zin, Thomas Lutz, Meryem, Tom

Verlag Edition AV ISBN 978-3-86841-283-3 250 Seiten 18 € http://www.edition-av.de/

Das Gesellschaftsmodell Nord-Ostsyriens, die Organisierung basisdemokratischer Selbstverwaltung, der Anspruch einer Gleichberechtigung der Geschlechter ist eine Herausforderung, die großen Einsatz, Mut und Kraft auf Seiten der Menschen Rojavas erfordert. Das Ringen um Autonomie gegenüber dem Assad-Regime, der Kampf gegen den IS und die Bedrohung durch das türkische Erdogan-Regime belasten den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung. Solidaritätsarbeit ist ein wichtiger unterstützender Faktor in diesem Prozess. Wie sehen, empfinden und bewerten Menschen ihren Einsatz unter diesen Bedingungen, welche Ansprüche vertreten sie, was hat sie motiviert, beflügelt oder auch enttäuscht. Wie manifestiert sich der Prozess der Erfahrung des voneinander Lernens in und um die Bewegung in Rojava in den Herzen und Köpfen der Helfenden?

Humanitäre Lage in Syrien

ZDF Volle Kanne vom 23. April 2021:

Seit rund 10 Jahren wütet ein Bürgerkrieg in Syrien: Flucht, Vertreibung, Hunger und Sterben gehen im Nahen Osten unvermindert weiter. Wie steht es um die humanitäre Hilfe vor Ort, gerade in Pandemiezeiten? Mediziner Dr. Michael Wilk berichtet.

8 min , Video verfügbar bis 23.04.2023

https://www.zdf.de/verbraucher/volle-kanne/humanitaere-lage-in-syrien-100.html

Nothilfe in Nordsyrien – „Sogar eine Hühnerfarm wird Corona-Klinik“

Datum:
22.04.2021 18:59 Uhr

Unter Kriegsbedingungen und mit äußerst limitierten Mitteln leisten Mediziner im Nordosten Syriens Corona-Nothilfe. Der deutsche Arzt Michael Wilk unterstützt sie vor Ort.


https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-nordsyrien-notsituation-wilk-100.html?fbclid=IwAR0qTpYQr607hNQuw-0mN7f_Hy9WdDezQuZdqRQUNCZg_QEf59vgAQSZIkw

Dr. Michael Wilk 20. April 21 Haseke Nord/Ostsyrien Rojava

„Dicht neben der Corona-Kinik Washokani befindet sich ein Camp für Geflohene. Hier leben 14.000 Menschen in Zelten unter widrigsten Bedingungen. Ebenfalls bei Haseke, Großstadt/Umland mit ca. 1 Million Einwohner*innen, liegt ein weiteres Camp, Serekaniye mit 11.000 Bewohner*innen. Dieses zweite Camp ist benannt nach der Stadt gleichen Namens, die im Oktober 2019 von türkischer Armee und islamistischen Truppen des  Präsidenten Erdogan erobert wurde. Serekaniye war eine schöne, mehrheitlich kurdisch bewohnt Stadt, direkt an der Grenze der Türkei gelegen. Auf der anderen Seite der politischen Demarkationslinie leben ebenfalls kurdische Menschen, getrennt von ihren Verwandten in Syrien, durch eine von Siegermächten nach dem Ende des osmanischen Reichs gezogene Grenze….“ https://aku-wiesbaden.info/4-bericht-rojava-syrien-von-dr-michael-wilk/ 

Rojava Nord/Ostsyrien 20. April 21 Dr. Michael Wilk, Situation der Geflohenen in Haseke und die herrschende Coronapandemie

https://www.youtube.com/watch?v=NoVm7juAFCM

Allein in den Camps Washokani und Serekaniye bei Haseke leben immer noch 25.000 Geflohene.
Vertrieben wurden sie durch die Invasion der türkischen Armee auf Befehl Erdogans im Oktober 2019. Zusätzlich ist die Lage der Menschen durch die Coronapandemie belastet. Impfstoff fehlt.

Dr. Michael Wilk, April 2021, Rojava Nord/Ostsyrien Prothesenprojekt

„Danke! Ich übermittle hiermit erneut herzliche Grüße und Dank aus Rojava. Durch eure/Ihre solidarische Hilfsbereitschaft war es möglich erneut Geld an den Kurdischen Roten Halbmond (Heyva sor a kurd) kurdish-red-crescent zu übergeben. Die nunmehr insgesamt 51.400€  finden ihre Verwendung in der Errichtung eines neuen Prothesenzentrums in Qamislo. 

Bei tausenden geschädigten Kriegsopfern ein dringendes Projekt. Die bestehenden Kapazitäten reichen bei weitem nicht. Auf ca 11.000 Tote und über 20.000 Schwerverletzte werden allein die Opfer im erfolgreichen Kampf gegen den IS in Rojava/Nord-Ost-Syrien geschätzt. Weitere Menschen wurden durch die immer noch erfolgenden Angriffe türkisch-islamistischer Truppen verletzt und verstümmelt. Der Kurdische Rote Halbmond geht von einigen tausend Menschen aus, die auf die Versorgung mit Prothesen angewiesen sind, darunter auch viele Kinder und Jugendliche….“ weiter https://aku-wiesbaden.info/3-bericht-rojava-syrien-prothesenprojekt-qamislo/

Eure Spende für den kurdischen roten Halbmond, Heyva sor a kurd (Hsak) und für die Unterstützung der Menschen in Rojava kommt zu 100% an: Dr. M. Wilk „Gesundheitsaufbau“, IBAN DE77510500150173070939 BIC NASSDE55XXX

Dr. Michael Wilk, 15. April 21, Rojava Nord/Ostsyrien Corona Situation

https://www.youtube.com/watch?v=732b5Solekc

Corona Krankenhaus des #Kurdischen_Roten_Halbmonds bei Haseke. Die Mitarbeiter*Innen von #Heyva_sor_a_kurd#kurdish_red_crescent arbeiten unter höchstem Einsatz an der Rettung der Erkrankten. Die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind aufgrund der allgemeinen Lage eingeschränkt. Geimpft ist niemand, Vaccine wird dringend benötigt.