Michael Wilk – Die EU macht sich mitschuldig, Rede Stuttgart 7.12.2019 „Für eine Welt in der niemand fliehen muss – Zeit zu handeln“

https://www.youtube.com/watch?v=aXla4RUuYYM

Die EU macht sich mitschuldig – In Stuttgart demonstrierten gut tausend Menschen für eine Welt, in der niemand fliehen muss Stuttgart. Ein breites Bündnis aus Klima- und Antikriegsgruppen, Gewerkschaften und weiteren Initiativen hatte am Samstag, 7. Dezember 2019, eine Demonstration in der Stuttgarter Innenstadt initiiert. Das Motto lautete: „Für eine Welt in der niemand fliehen muss – Zeit zu handeln“. Es beteiligten sich etwa 1000 Menschen. Auf der Abschlusskundgebung sprachen der Arzt Michael Wilk (…). Wilk war seit 2014 immer wieder in Rojava, zuletzt im Oktober dieses Jahres. Er berichtete von seinen Erlebnissen an der Front. Ziel der Türkei sei, die kurdische Selbstverwaltung in Rojava zu zerstören. Das türkische Vorgehen sei ein Kriegsverbrechen erster Güte. Wilk kritisierte sowohl die Europäische Union als auch die deutsche Regierung dafür, dass …. Weitere Infos unter https://beobachternews.de/2019/12/17/…

Herrschaftsfrei statt populistisch. Aspekte anarchistischer Gesellschaftskritik.

„Herrschaftsfrei statt populistisch. Aspekte anarchistischer Gesellschaftskritik.“

„Vorbemerkung der Autoren:

Die vorliegenden Texte erheben nicht den Anspruch, eine umfassende Staats- und Gesellschaftskritik zu leisten. Es geht uns vielmehr um Aspekte anarchistischer Staats- und Gesellschaftskritik, die belegen können, dass eine solche Kritik zeitgemäß und notwendig ist.

   Ein Staatssystem, dem es gelingt, den sozialen Körper einer Gesellschaft mit Machtstrukturen zu überziehen und zu durchdringen, das also mehr denn je durch den Menschen „hindurch“ und weniger „über“ ihn herrscht, wird von diesen anders wahrgenommen. Herrschaftssicherung, die durch die Einbeziehung der Menschen erfolgt und die Methoden offener Unterdrückung eher zu vermeiden sucht, beziehungsweise nur für Nicht-Integrierbare einsetzt, wirkt subtil, und ist damit schwerer durchschaubar. Der sich aktuell ausbreitende Populismus als Herrschaftsstrategie bedient sich der Benachteiligten, der Ausgegrenzten und Ausgebeuteten und suggeriert in ihrem Namen zu sprechen. Eine gefährliche Strategie, die in moderner Form aufgreift, was vormals der völkische Gedanke im Faschismus bezweckte: die eigentlichen Widersprüche durch die Zugehörigkeitsgefühle zum großen Ganzen zu überdecken.

   Es geht uns darum, aufzuzeigen, dass die anarchistische Herangehensweise in der Lage ist, auf einen sich verändernden Staat – auch wenn er sich populistischer Methoden bedient – zu reagieren, die neuen Bedingungen zu analysieren und Ansätze adäquater Strategien zu entwickeln.“

Wolfgang Haug und Michael Wilk 1. Auflage. Edition AV, Lich 2018, ISBN 978-3-86841-207-9

„Wenn Konzerne Proteste managen“, 2015 Tagung v. Robin Wood u.a.,

„Ob beim Braunkohle-Tagebau oder bei Verkehrsprojekten wie Stuttgart 21, Konzerne kalkulieren gesellschaftliche Proteste gegen (Groß-) Projekte längst mit ein. Protest einfach nur verhindern oder lediglich zu ignorieren war gestern. Heute sollen spezialisierte PR-Agenturen „Argumente managen“, Proteste übertönen oder neutralisieren.“ https://www.youtube.com/watch?v=AnYTsnQ9QHI

Strategische Einbindung

„Strategische Einbindung- von Mediationen, Schlichtungen, Runden Tischen …
und wie Protestbewegungen manipuliert werden.“

Beiträge wider die Beteiligung
von Michael Wilk/Bernd Sahler

„Ob Flughafenerweiterungen, Kohleabbau, Bahnprojekte wie Stuttgart21, Autobahnausbau oder Stromleitungstrassen – Proteste gegen Großprojekte nehmen zu. Offene Repression, Polizei und Justiz wirken als Durchsetzungsmethode oftmals kontraproduktiv, verstärken Unruhe und Empörung gegenüber autoritärem Regierungshandeln. Mediations-, Dialog- und Schlichtungsverfahren bieten sich als Alternative an. Die „sanften“ Methoden einer Strategischen Einbindung werden immer häufiger zur Befriedung, Kanalisierung von Protest und Marginalisierung von Widerstand eingesetzt.“

Verlag EDITION AV ISBN 978-3-86841-094-5

https://umweltfairaendern.de/2014/03/lesen-wie-protestbewegungen-manipuliert-werden-ueber-mediationen-runde-tische-eine-bucherveroeffentlichung/

Michael Wilk ( AKU Wiesbaden) – „Wir zahlen nicht für eure Krise“ Rede an der Bockenheimer Warte Frankfurt 2009

https://www.youtube.com/watch?v=qlrplLBW0uM&t=7s

„Wir zahlen nicht für eure Krise“ BERLIN/FRANKFURT taz „Mehrere zehntausend Menschen haben am Samstag in Berlin und Frankfurt gegen das Weltfinanzsystem protestiert. So versammelten sich in Berlin zwischen 15.000 und 30.000, in Frankfurt zwischen 12.000 und 25.000, um gegen Bankiers und Politik zu demonstrieren.

Proteste gab es auch in London, Wien, Genf, Madrid, Paris, Rom und Oslo. Allein in London, am Ort des G-20-Gipfels am kommenden Donnerstag, der Anlass für die Proteste ist, gingen 35.000 Demonstranten aus vielen Ländern unter dem Motto „Put People First“ auf die Straßen. In Rom waren es bis zu 50.000 Menschen, in Paris dagegen waren es nur ein paar hundert, die einen großen Sandhügel vor der Pariser Börse aufschütteten, der eine Steueroase symbolisieren sollte.“ https://taz.de/Proteste-in-Berlin-Frankfurt-und-London/!5165483/

Soziale Bewegungen, Engelke / Klein / Wilk (Hrsg.):

Engelke / Klein / Wilk (Hrsg.): Soziale Bewegungen

Soziale Bewegungen im globalisierten Kapitalismus Bedingungen für emanzipative Politik zwischen Konfrontation und Anpassung

Soziale Bewegungen gibt es noch, gibt es wieder. Freilich haben sie nach ihrem Aufschwung in den siebziger Jahren heutzutage mit einer Vielfalt von neuartigen gesellschaftlichen Phänomenen zu rechnen. Vor dem Hintergrund der Kämpfe um die Erweiterung des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens, der Geschichte von Anti-AKW-Bewegung und Anti-Kriegs-Protesten spüren die Beiträge dieses Buches den Erfahrungen sozialer Bewegungen nach und loten ihr gegenwärtiges Dilemma wie ihre Chancen aus. Dargestellt werden hierarchische Einbindungsversuche des Staates auf internationaler („Global Governance-Konzept“) und lokaler Ebene (Mediationsangebote). Gehörige Aufmerksamkeit zuteil wird dem Abbau des Sozialstaats und daraus resultierenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, in denen eine autonome und libertäre Linke noch ihren Platz finden muss.

Trotzdem Verlag, ISBN 978-3-931786-22-3 erschienen 2005