Schriften

Bücher / Buchbeiträge

-Michael Wilk, Wolfgang Haug: Der Malstrom. Aspekte anarchistischer Staatskritik. Trotzdem Verlag, Grafenau 1995, ISBN 3-922209-82-3.

-Macht, Herrschaft, Emanzipation. Aspekte anarchistischer Staatskritik. Trotzdem Verlag, Grafenau 1999, ISBN 3-931786-16-1 Buch als PDF zum Herunterladen

-Technik des sozialen Friedens. Beteiligung als Akzeptanzmanagement. In: Kritik der Politik. Agnoli zum 75. Geburtstag. ça ira Verlag, Freiburg 2000, ISBN 3-924627-66-5.

-Das Ziel sollte sein, Protest in Diskussion zu verwandeln… Wie das Mediationsverfahren gescheitert ist. In: Turbulenzen. Widerstand gegen den Ausbau des Rhein-Main-Flughafens. Trotzdem Verlag, Grafenau 2002, ISBN 3-931786-21-8.

-Von Maschinisten und Monsterbändigern. In: Rolf Engelke, Thomas Klein, Michael Wilk (Hrsg.): Soziale Bewegungen im globalisierten Kapitalismus. Bedingungen für emanzipative Politik zwischen Konfrontation und Anpassung. Trotzdem Verlag, Frankfurt 2005, ISBN 3-931786-22-6.

-Warum Paul Lafargues „Recht auf Faulheit“? In: Michael Wilk (Hrsg.): Das Recht auf Faulheit. Trotzdem Verlag, Frankfurt 2010, ISBN 978-3-931786-47-2 (Vorwort).

-Kommunismus? Emanzipation! Was sonst? In: Selbsthilfegruppe Ei des Kommunismus [SEK] (Hrsg.): Was tun mit Kommunismus?! Kapitalismus, „Real existierender Sozialismus“, Konkrete Utopien heute. 1. Auflage. Unrast Verlag, Münster 2013, ISBN 978-3-89771-526-4.

-Einbeziehung als Herrschaftsinstrument und die Mediation am Frankfurter Flughafen, Parteien als Reintegrationsinstrument – eine Bewegung zwischen Widerstand und Anpassung … In: Michael Wilk, Bernd Sahler (Hrsg.): Strategische Einbindung. Von Mediationen, Schlichtungen, runden Tischen… und wie Protestbewegungen manipuliert werden. Edition AV, Lich 2014, ISBN 978-3-86841-094-5.

-Verweigern als legitimes und notwendiges Mittel. In: Monika C. M. Müller (Hrsg.): Endlagersuche. Endlager-Kommission und Öffentlichkeit(en): Fragen nach Zusammenarbeit und Fortschritten im Prozess zur Halbzeit der Kommission, Loccumer Protokoll Band 60/14. Evangelische Akademie Loccum, Rehburg-Loccum 2016, ISBN 978-3-8172-6014-0.

-Akzeptanz statt Protest. In: Daniel Häfner (Hrsg.): Materialien 16. Konzern.Macht.Protest. Über künstliche Bürgerinitiativen. Rosa-Luxemburg-Stiftung, 2016, ISSN2199-7713 (rosalux.de [PDF]).

-Wolfgang Haug, Michael Wilk: Herrschaftsfrei statt populistisch. Aspekte anarchistischer Gesellschaftskritik. 1. Auflage. Edition EV, Lich 2018, ISBN 978-3-86841-207-9 (Informationen beim Verlag [abgerufen am 3. September 2018]).

-Rojava- die türkische Invasion in Afrin. In: Ismail Küpeli (Hrsg.): Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei. edition assemblage, Münster 2019, ISBN 978-3-96042-051-4 (edition-assemblage.de).

Humanitäre Lage in Syrien

ZDF Volle Kanne vom 23. April 2021:

Seit rund 10 Jahren wütet ein Bürgerkrieg in Syrien: Flucht, Vertreibung, Hunger und Sterben gehen im Nahen Osten unvermindert weiter. Wie steht es um die humanitäre Hilfe vor Ort, gerade in Pandemiezeiten? Mediziner Dr. Michael Wilk berichtet.

8 min , Video verfügbar bis 23.04.2023

https://www.zdf.de/verbraucher/volle-kanne/humanitaere-lage-in-syrien-100.html

Nothilfe in Nordsyrien – „Sogar eine Hühnerfarm wird Corona-Klinik“

Datum:
22.04.2021 18:59 Uhr

Unter Kriegsbedingungen und mit äußerst limitierten Mitteln leisten Mediziner im Nordosten Syriens Corona-Nothilfe. Der deutsche Arzt Michael Wilk unterstützt sie vor Ort.


https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-nordsyrien-notsituation-wilk-100.html?fbclid=IwAR0qTpYQr607hNQuw-0mN7f_Hy9WdDezQuZdqRQUNCZg_QEf59vgAQSZIkw

Dr. Michael Wilk 20. April 21 Haseke Nord/Ostsyrien Rojava

„Dicht neben der Corona-Kinik Washokani befindet sich ein Camp für Geflohene. Hier leben 14.000 Menschen in Zelten unter widrigsten Bedingungen. Ebenfalls bei Haseke, Großstadt/Umland mit ca. 1 Million Einwohner*innen, liegt ein weiteres Camp, Serekaniye mit 11.000 Bewohner*innen. Dieses zweite Camp ist benannt nach der Stadt gleichen Namens, die im Oktober 2019 von türkischer Armee und islamistischen Truppen des  Präsidenten Erdogan erobert wurde. Serekaniye war eine schöne, mehrheitlich kurdisch bewohnt Stadt, direkt an der Grenze der Türkei gelegen. Auf der anderen Seite der politischen Demarkationslinie leben ebenfalls kurdische Menschen, getrennt von ihren Verwandten in Syrien, durch eine von Siegermächten nach dem Ende des osmanischen Reichs gezogene Grenze….“ https://aku-wiesbaden.info/4-bericht-rojava-syrien-von-dr-michael-wilk/ 

Rojava Nord/Ostsyrien 20. April 21 Dr. Michael Wilk, Situation der Geflohenen in Haseke und die herrschende Coronapandemie

https://www.youtube.com/watch?v=NoVm7juAFCM

Allein in den Camps Washokani und Serekaniye bei Haseke leben immer noch 25.000 Geflohene.
Vertrieben wurden sie durch die Invasion der türkischen Armee auf Befehl Erdogans im Oktober 2019. Zusätzlich ist die Lage der Menschen durch die Coronapandemie belastet. Impfstoff fehlt.

Dr. Michael Wilk, April 2021, Rojava Nord/Ostsyrien Prothesenprojekt

„Danke! Ich übermittle hiermit erneut herzliche Grüße und Dank aus Rojava. Durch eure/Ihre solidarische Hilfsbereitschaft war es möglich erneut Geld an den Kurdischen Roten Halbmond (Heyva sor a kurd) kurdish-red-crescent zu übergeben. Die nunmehr insgesamt 51.400€  finden ihre Verwendung in der Errichtung eines neuen Prothesenzentrums in Qamislo. 

Bei tausenden geschädigten Kriegsopfern ein dringendes Projekt. Die bestehenden Kapazitäten reichen bei weitem nicht. Auf ca 11.000 Tote und über 20.000 Schwerverletzte werden allein die Opfer im erfolgreichen Kampf gegen den IS in Rojava/Nord-Ost-Syrien geschätzt. Weitere Menschen wurden durch die immer noch erfolgenden Angriffe türkisch-islamistischer Truppen verletzt und verstümmelt. Der Kurdische Rote Halbmond geht von einigen tausend Menschen aus, die auf die Versorgung mit Prothesen angewiesen sind, darunter auch viele Kinder und Jugendliche….“ weiter https://aku-wiesbaden.info/3-bericht-rojava-syrien-prothesenprojekt-qamislo/

Eure Spende für den kurdischen roten Halbmond, Heyva sor a kurd (Hsak) und für die Unterstützung der Menschen in Rojava kommt zu 100% an: Dr. M. Wilk „Gesundheitsaufbau“, IBAN DE77510500150173070939 BIC NASSDE55XXX

Dr. Michael Wilk, 15. April 21, Rojava Nord/Ostsyrien Corona Situation

https://www.youtube.com/watch?v=732b5Solekc

Corona Krankenhaus des #Kurdischen_Roten_Halbmonds bei Haseke. Die Mitarbeiter*Innen von #Heyva_sor_a_kurd#kurdish_red_crescent arbeiten unter höchstem Einsatz an der Rettung der Erkrankten. Die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind aufgrund der allgemeinen Lage eingeschränkt. Geimpft ist niemand, Vaccine wird dringend benötigt.

Dr. Michael Wilk 14.4.21 Haseke Nord/Ostsyrien #Rojava


„Seit April steigen die Infektions- und Erkrankungsraten rapide. Ich bin in der Corona-Klinik des Kurdischen Roten Halbmonds in Haseke. Die Klinik wurde schon im Laufe des letzten Jahres eingerichtet um der Pandemie begegnen zu können. In der Not wurde eine ehemalige Hühnerfarm gereinigt und umgebaut. Ein Trakt dient zur Aufnahme,  bei positivem PCR Test werden Erkrankte in den anderen verlegt. Von 85 Betten sind zzt. 36 mit schwer erkrankten Patien*innen belegt. Schwestern, Pfleger und Kolleg*innen arbeiten im Schichtsystem rund um die Uhr, wie üblich. Der Bitte den hier tätigen Kolleg*innen beratend zur Seite zu stehen komme ich gerne nach, muss jedoch schnell feststellen, dass die therapeutischen Spielräume völlig ausgereizt sind. Meine jahrelange Intensiv- und notfallmedizinische Erfahrung nutzt nichts, alle arbeiten bereits am Limit der Möglichkeiten…“ https://aku-wiesbaden.info/2-bericht-aus-rojava-syrien-von-dr-michael-wilk/

Aktueller Bericht aus Rojava/Syrien von Dr. Michael Wilk

Dr. Michael Wilk, Qamislo/Haseke 13.4.2021

Die Anreise in die demokratische Föderation Nordostsyrien war unter Coronabedingungen noch komplizierter als gewohnt. Nun bin ich vor Ort, die Wiedersehensfreude mit den Freund*innen des kurdischen Roten Halbmonds (Hsak) ist groß. Seit 2014 unterstütze ich die Arbeit dieser NGO, die sich im Laufe derJahre von ca. 50 Menschen auf über 2000 Aktive erweiterte. Diese leisten ausgezeichnete und unentbehrliche Arbeit, betreiben das Rettungswesen, Kliniken und Ambulatorien. Heyva sor a kurd arbeitet hierbei unabhängig, aber in enger Koordination mit der Gesundheitsselbstverwaltung der Region Rojava. Dem Gebiet im Norden Syriens, das unter großen Anstrengungen versucht einen eigenen selbstbestimmte Weg zu gehen, geprägt von basisdemokratischen Prinzipien und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die  Bevölkerung behauptete sich nicht nur gegen den mörderischen Islamismus des IS, sondern wahrt Distanz und Opposition gegenüber dem totalitären Assad-Regime. Als propagandistisches Hass-Objekt des türkischen Erdogan-Regimes ist die mehrheitlich kurdische aber auch multiethnische Region seit Jahren den Attacken und Invasionen der türkischen Armee ausgesetzt. Das Leben in Rojava leidet unter Krieg, Vertreibung und der z.T. immer noch zerstörten Infrastruktur. Zusammen mit der angestammten Bevölkerung leben abertausende Menschen, die aus anderen Teilen Syriens hierher flohen. Die Perspektive der Menschen, v.a. der Kinder und Jugendlichen, ist angesichts dieser Bedingungen extrem schwierig, der Wiederaufbau von Schulen und Universitäten erfordert großen Einsatz und Kreativität. Nun belastet zusätzlich Corona den Lebensalltag der Menschen. Die Pandemie zwingt, ausgelöst durch die aktuell extrem gestiegenen Infektionsraten, zu harten Konsequenzen. Die Großstädte Qamislo u Haseke sind im strikten Lockdown, Läden, Büros und Betriebe sind geschlossen, nur Lebensmittel und anderes Notwendiges ist zugänglich, die sonst von dichtem Verkehr belasteten Straßen der Großstädte sind gespenstisch leer. Das Wiederaufflammen der Seuche ist nicht nur auf diverse Feiern und Feste im März zurückzuführen, vermutet wird ebenso die möglicherweise aus dem Irak eingeschleppte britische Mutante. Die Corona Notrufzentrale des Kurdischen Roten Halbmonds ist rund um die Uhr besetzt, Teams arbeiten mit Hochdruck an der Bearbeitung der Anrufe. Im Falle klarer Krankheitsbilder erfolgt ein PCR Test, bei gesichertem Befund von Covid-19 bei weniger schweren Symptomen häusliche Quarantäne. Eine stationäre Versorgung ist möglich, „Coronabetten“ mit Sauerstoffflaschen, vielleicht 500 insgesamt, wurden an verschiedenen Schwerpunkten eingerichtet. Eine wahre Sisyphos-Aufgabe. Es wird versucht dem eklatanten Mangel an Geräten und medizinischen Material durch Enthusiasmus und Improvisation zu begegnen. Es fehlt jedoch an geeigneten Beatmungsgeräten und an spezialisiertem Personal. Niemand hier ist bislang geimpft- ich hingegen habe das Privileg des früh priorisierten mitteleuropäischen Notfallmediziners.  Bisher wurden weltweit ca. 2/3 der Vaccine an nur sechs Länder geliefert,  andernorts brennt die Luft, so auch hier: Vaccine werden dringend benötigt, Schnelltests sind nicht vorhanden, auch FFP-Masken sind Mangelware, Kolleg*innen arbeiten ohne Impfschutz mit hochinfektiösen Patient*innen. Es droht zudem ein Mangel an PCR-Tests. 

Es ist bitter, der Einsatz und die Verteilung der Vaccine spiegeln nicht zuletzt auch die weltweiten Macht-, Privilegien- und Herrschaftsverhältnisse wieder. Eine erste Lieferung der WHO soll im Mai in Syrien eintreffen, von denen ein Teil in den selbstverwalteten Gebieten Nordostsyrien zur Bekämpfung der Pandemie eingesetzt werden soll. Die Lieferung soll für gerade einmal 2% der Bevölkerung reichen und besonders gefährdete Personen vor Covid schützen. https://aku-wiesbaden.info/aktueller-bericht-aus-rojava-syrien-von-dr-michael-wilk/

Michael Wilk – Die EU macht sich mitschuldig, Rede Stuttgart 7.12.2019 „Für eine Welt in der niemand fliehen muss – Zeit zu handeln“

https://www.youtube.com/watch?v=aXla4RUuYYM

Die EU macht sich mitschuldig – In Stuttgart demonstrierten gut tausend Menschen für eine Welt, in der niemand fliehen muss Stuttgart. Ein breites Bündnis aus Klima- und Antikriegsgruppen, Gewerkschaften und weiteren Initiativen hatte am Samstag, 7. Dezember 2019, eine Demonstration in der Stuttgarter Innenstadt initiiert. Das Motto lautete: „Für eine Welt in der niemand fliehen muss – Zeit zu handeln“. Es beteiligten sich etwa 1000 Menschen. Auf der Abschlusskundgebung sprachen der Arzt Michael Wilk (…). Wilk war seit 2014 immer wieder in Rojava, zuletzt im Oktober dieses Jahres. Er berichtete von seinen Erlebnissen an der Front. Ziel der Türkei sei, die kurdische Selbstverwaltung in Rojava zu zerstören. Das türkische Vorgehen sei ein Kriegsverbrechen erster Güte. Wilk kritisierte sowohl die Europäische Union als auch die deutsche Regierung dafür, dass …. Weitere Infos unter https://beobachternews.de/2019/12/17/…