„Was bleibt von Rojava? Diktatfrieden versus Emanzipation und Selbstverwaltung“ ein Bericht und Einschätzung der Situation in (Nordost)Syrien nach der Machtübernahme durch die HTS und al Sharaa als Übergangspräsident. Artikel aus: Graswurzelrevolution Nr. 508, April 2026

Während ich dies schreibe, ist Kobanê immer noch belagert. Die kurdische Stadt im Norden Syriens, an der Grenze zur Türkei, wurde berühmt, weil sich ihre Menschen 2014 dem anstürmenden IS entgegenstellten und ihm 2015 – mit Hilfe amerikanischer Luftunterstützung – jene entscheidende Niederlage beibrachten, die den Anfang vom Ende des islamistischen Terrorstaats einleitete.

„Nun steht Kobanê – und damit mehrere Hunderttausend Menschen – seit über einem Monat erneut unter militärischem Druck. Im Süden bedrängen syrische Regierungstruppen und Milizen der neuen Zentralregierung die Stadt, im Norden blockieren türkische Grenzbefestigungen und die Armee des Erdoğan-Regimes den Zugang. Die Lage vor Ort ist prekär. Es gibt nicht genügend Lebensmittel, keinen Brennstoff, keinen Strom. Die Menschen leiden unter der Kälte, weil Heizmaterial fehlt. Bäckereien sind geschlossen, da der Treibstoff zum Backen von Brot nicht verfügbar ist. Medikamente und medizinische Hilfsgüter werden zunehmend knapp. Mindestens sechs Kinder sind in Folge der durch die Blockade verursachten Mangelsituation gestorben. Schon vor der Belagerung hatte die türkische Bombardierung von Pumpstationen die Wasserversorgung der Stadt unzureichend gemacht. In der Folge breiten sich Krankheiten aufgrund fehlenden Zugangs zu sauberem Wasser aus.“ Weiterlesen über Link https://www.linksnet.de/artikel/49055


					

Rojava Nord/Ostsyrien 20. April 21 Dr. Michael Wilk, Situation der Geflohenen in Haseke und die herrschende Coronapandemie

https://www.youtube.com/watch?v=NoVm7juAFCM

Allein in den Camps Washokani und Serekaniye bei Haseke leben immer noch 25.000 Geflohene.
Vertrieben wurden sie durch die Invasion der türkischen Armee auf Befehl Erdogans im Oktober 2019. Zusätzlich ist die Lage der Menschen durch die Coronapandemie belastet. Impfstoff fehlt.